Dunkle Fäden

Luke Stuckberry
Dunkle Fäden ist ein True-Crime-Podcast jenseits klassischer Erzählmuster.
Hier wird nicht über Täter gesprochen – hier erhalten sie eine Stimme.
In jeder Folge schlüpft Luke Stuckberry in die Rolle eines realen Serienmörders und erzählt den Fall aus der Ich-Perspektive. Diese Passagen sind bewusst als dramaturgische Interpretation angelegt: Sie basieren auf bekannten Fakten, Aussagen, Tatabläufen und historischen Quellen, verdichten diese jedoch zu einer erzählerischen Innenansicht.
Die Gedanken, Gefühle und Rechtfertigungen der Täter sind dabei nicht wörtlich überliefert, sondern spekulativ rekonstruiert. Sie folgen psychologischen Mustern, bekannten Verhaltensweisen und nachvollziehbaren Motiven – ohne den Anspruch, die objektive Wahrheit des inneren Erlebens zu behaupten.
Ergänzt werden diese Ich-Erzählungen durch sachliche Einordnungen und belegte Fakten, die den realen Kontext herstellen und die Grenze zwischen dokumentierter Realität und erzählerischer Verdichtung klar markieren.
Dunkle Fäden nutzt Nähe als Stilmittel und Interpretation als Werkzeug. Nicht zur Verharmlosung oder Verherrlichung von Gewalt, sondern um verständlich zu machen, wie Täter sich selbst sehen – und wie dünn der Faden zwischen Selbstbild und Wirklichkeit sein kann.
Ein Podcast für alle, die True Crime als psychologisches und erzählerisches Experiment begreifen und bereit sind, sich dieser unbequemen Perspektive zu stellen.

Die Todes-Großmutter (Teil 2) | Als die Erde zu sprechen begann

Die Ermittler graben im Garten. Eine Frau flieht. Und unter einem scheinbar friedlichen Haus kommt ein schreckliches Geheimnis ans Licht.

29.07.2026 43 min

Die Fassade beginnt zu bröckeln.
Im zweiten und letzten Teil der Geschichte über Dorothea Puente kehren wir zurück in das Sacramento des Jahres 1988. Das Haus in der F Street, einst scheinbarer Zufluchtsort für Menschen, die am Rand der Gesellschaft lebten, gerät ins Visier der Ermittler.
Menschen sind verschwunden.
Fragen werden gestellt.
Und schließlich beginnen die Ermittler zu graben.
Was sie dabei entdecken, verwandelt den Fall endgültig in eine der bekanntesten Mordermittlungen der amerikanischen Kriminalgeschichte.
Dorothea Puente flieht unter den Augen der Polizei und versucht, in Los Angeles erneut eine neue Identität aufzubauen. Doch ihre Geschichte ist inzwischen landesweit bekannt. Während die Ermittler immer mehr Hinweise zusammentragen, wird aus der freundlichen Vermieterin endgültig die Frau, die später als „Death House Landlady“ und „Todes-Großmutter“ bekannt werden sollte.
In diesem zweiten Teil geht es um die Ermittlungen, die Opfer, die Flucht, die Festnahme und den Prozess gegen Dorothea Puente.
Doch diese Geschichte handelt nicht nur von einer Täterin.
Sie handelt auch von Menschen, die von der Gesellschaft übersehen wurden.
Von Behörden, die Warnzeichen nicht rechtzeitig erkannten.
Und von der erschreckenden Frage, wie lange ein Verbrechen unentdeckt bleiben kann, wenn seine Opfer für die Welt unsichtbar geworden sind.
Die Erde beginnt zu sprechen.
Und die Maske fällt.

⚠️ Triggerwarnung: Diese Folge behandelt Mord, den Tod vulnerabler Menschen, Kindesmissbrauch, psychische Gewalt, Manipulation, Leichenfunde und weitere belastende Inhalte. Die Folge ist daher nicht für alle Zuhörerinnen und Zuhörer geeignet.

Weitere Folgen

Die Todes-Großmutter (Teil 1) | Die Frau hinter der Maske

Wie aus Dorothea Puente eine der perfidesten Betrügerinnen der amerikanischen Kriminalgeschichte wurde.

15.07.2026 33 min

Nach außen ist sie freundlich. Hilfsbereit. Eine ältere Dame, die sich um die Menschen kümmert, die sonst niemand mehr haben will.Doch hinter dieser Fassade ...

Zwischenfaden #3: Das Schweigen der Lämmer

Wie viel Wahrheit steckt hinter Hannibal Lecter und Buffalo Bill? Eine Spurensuche zwischen Hollywood, Kriminalpsychologie und realen Inspirationen.

01.07.2026 34 min

Zum dritten Mal verlassen wir die klassische Fallbesprechung und begeben uns auf einen neuen Zwischenfaden.Da ich mich aktuell mitten im Prüfungsstress befin...